APPELL FÜR EINEN SPENDENAUFRUF, FÜR DIE RETTUNG VON 60 LEBEN

Alle die unsere Arbeit auf unserer Homepage und den sozialen Netzwerken verfolgen und uns kennen wissen, dass wir seit mehreren Jahren in Zentralserbien (Pozarevac) eine Rettungsstation für gerettete Straßenhunde aufbauen. Eine Umzäunung des Geländes, fließendes Wasser, Strom, Hundehütten und abgetrennte eigene Bereiche für unsere Rudel: all das sind große Meilensteine für Team Pfote gewesen, die wir mit Herzblut und Schweiß erreicht haben. Sowohl wir als auch Suncica haben einen eingetragenen Verein gegründet. So kann der Verein Team Pfote dem Verein Sunce gemeinnützig am besten unterstützen.

 

Team Pfote: Das sind meine Familie und ich. Neben den oben genannten Projekten organisieren wir von Deutschland aus jegliche Tierrettungen, Kastrationen, ärztliche Versorgungen und Unterbringungen in Serbien. Zudem sammeln wir Futter und Sachspenden in Deutschland, die wir selbst 5-mal im Jahr mit einem Anhänger nach Serbien transportieren. Dennoch wäre unsere Arbeit von Deutschland aus nichts ohne unsere Schlüsselperson vor Ort in Serbien: Sunica Ljubic. Unsere Suncica hat ihr Leben der Tierrettung gewidmet und sorgt sich tagtäglich von morgens früh bis abends spät um unsere knapp 60 Hunde. Ihre Mission hat lange vor unserem Kennenlernen begonnen. Ihr Mann und sie haben bereits vor 25 Jahren Welpen aus den Containern serbischer Dörfer gerettet. Sie teilten sich die Aufgaben aber auch das Leid und die Trauer, die einem bei der Rettung von Straßenhunden jederzeit begegnet.

Ende 2020 erlebte Suncica einen Schicksalsschlag und muss seitdem allein weitermachen, denn ihr Ehemann ist tödlich verunglückt. Seit diesem Verlust laufen unsere Aufbauarbeiten noch langsamer, denn unsere größte Priorität hat das Wohl der Tiere und Suncica kommt zeitlich kaum hinterher ganz allein für die Versorgung der 60 Hunde aufzukommen. Suncica ist die einzige Person im gesamten Umkreis von 50 Kilometern, die die Straßenhunde rettet.

 

Alle Hunde sind durch Suncica tierärztlich versorgt, kastriert und müssen nicht hungern. Trotz dessen sind die Bedingungen auf der Rettungsstation nicht rosig. Die Tiere leben draußen, manche Hunde müssen sich ihren Schlafplatz zu zweit teilen und Suncica hat keine Zeit jedem dieser 60 Tiere genug Zuneigung zu schenken. Wer die Situation der Straßenhunde in Serbien kennt und mal in einem staatlichen Shelter war, weiß aber genau, dass im Vergleich dazu die Lebensbedingungen auf unserer Rettungsstation eine „Oase“ für die geretteten Hunde sind.

 

Doch trotz unserer Aufopferung und 100%igen Hingabe für den Aufbau der Rettungsstation, verzögern sich die Arbeiten immer und immer wieder. Unzuverlässige Arbeiter, finanzielle Engpässe, Probleme mit Nachbarn, keine Unterstützung der Einwohner, immer wieder neue und kranke Hunde und die Untätigkeit der Behörden und neue Auflagen werfen uns immer wieder zurück.

 

Neben all den Herausforderungen kam es jetzt auch noch zu einem Super-GAU. Letzte Woche besuchte das örtliche Veterinäramt die Rettungsstation und ordnete an, die Rettungsstation innerhalb von 30 Tagen auf einen Stand zu bringen, welches die Registrierung eines offiziellen Tierheims entspricht. Darunter fallen ganze 60 (!!) Punkte, die zu erfüllen sind und uns in dieser zeitlichen Knappheit quasi handlungsunfähig machen. Einige dieser Punkte haben wir ohnehin bereits erfüllt: das Grundstück ist umzäunt, Wasser und Stromanschluss gibt es, eine Isolierstation für Welpen wurde aufgebaut, alle Tiere sind gechipt, geimpft und kastriert. Wir waren also bereits intensiv und unseren Möglichkeiten entsprechend auf Hochtouren dabei die Rettungsstation für die Registrierung eines offiziellen Tierheims aufzubauen. Diese Forderung des Veterinäramts aber kam aus dem Nichts. Wir sind fassungslos und bangen um unsere Tiere. Sollten wir innerhalb von 30 Tagen die Anforderungen nicht erfüllen besteht die Gefahr, dass uns alle Tiere genommen und in einen staatlichen Shelter gebracht werden. Was mit unseren Tieren in den Sheltern passiert, ist unklar aber wir alle wissen, wie solche „Probleme“ in Serbien gelöst werden.

 

WIR DÜRFEN NICHT ZULASSEN, DASS DIESE 60 TIERE STERBEN!

WIR DÜRFEN NICHT ZULASSEN, DASS UNSERE UND SUNCICAS ARBEIT ENDET!

 

Auf Anfrage, ob die 30-Tage-Frist verlängert werden kann, antwortete die Veterinärinspektorin das die Entscheidung von einer Fristverlängerung vom Aufbaufortschritt des Tierheimes abhängt.

 

WIR MÜSSEN SCHNELLSTMÖGLICH MIT DEM AUFBAU STARTEN!

 

Wir brauchen also unbedingt eure Unterstützung! Der Dreh- und Wendepunkt des ganzen Registrierungsprozesses ist der Aufbau einer Quarantänestation mit mindestens 10 Einzelzwingern, inklusive eines Abwassersystems und eines Sanitärbereichs. Dieser Komplex muss räumlich von der gesamten Rettungsstation abgetrennt werden. Um die Quarantänestation muss also ein Zaun aufgebaut werden.

 

Neben all den 60 Anforderungen hat der Aufbau dieser Quarantänestation für das Veterinäramt momentan die größte Bedeutung.

 

Was müssen wir also alles erfüllen, um ein Tierheim registrieren zu können?

 

- Quarantäne mit 10 Einzelzwingern, betoniert mit Wasserabflusssystem (Kosten geschätzt 5.000€)

- Der Eingang muss rund um die Uhr überwacht sein - unsere Lösung wird eine Kamera sein (Kosten ca. 400-500€, Angebot inklusive Installation und Internet-Router steht noch aus)

- Alle Boxen (in unserem Fall umzäunte Freiläufe) müssen unter Verschluss stehen (80% bereits vorhanden)

- Feuerlösch-Equipment (Kosten ca. 100-150€)

- Aufenthaltsraum für TH-Mitarbeiter, Raum für die Futter-Zubereitung und Umkleide (provisorisch, aber vorhanden)

- Tierschutzgesetz-Seminar für Suncica (Kosten ca. 170€)

- Alle Hunde mussten gechippt werden, 90% war bereits erledigt, 9 Hunde waren noch nicht gechippt (Kosten ca. 170€)

- Desinfektionsbarrieren für die Schuhe

- Sanitärraum mit Dusche, Waschbecken im Quarantänebereich (Kosten ca. 1500€)

- Waschraum für Hunde in der Quarantäne und im "sauberen Bereich" (Kosten ca. 1.000€)

- Lagerraum für Futter (zT. vorhanden)

- Teilbetonierung des gesamten Tierheimes (Kosten ca. 2000-2500€)

- Überdachungen für die Tiere im Freilauf (Kosten unbekannt)

- Zusätzliche 15 Hundehütten (ca. 1.500€)

- Isolator für Welpen (vorhanden), Heizung ist notwendig (nicht vorhanden, Kosten für ein Heizkörper ca. 300€)

- Ca. 50 Gummimatten und Paletten als Liegeplatz für Hunde (Kosten ca. 600€)  

 

 

 

Es liegt viel Arbeit vor uns und wir wären unendlich dankbar, wenn ihr uns zumindest bei einem Teil des Aufbaus und der Erfüllung dieser Punkte unterstützen könntet.

Bitte helft uns, dieses Ziel zu erreichen! Ohne die Hilfe von jedem einzelnen werden wir es nicht schaffen… Unser kleiner Verein hat im Monat höchstens 350€ feste Spenden. Die geschätzte Summe, welche wir jetzt benötigen, ist für unsere Verhältnisse ein Vermögen.

Die Zeit rennt uns davon! Wir müssen schnellstmöglich mit den Arbeiten starten! Jeder einzelne Tag der 30-Tage-Frist bedeutet eine Chance für das Leben unserer Schützlinge. Suncica, ihre Tiere und Team Pfote zählen auf euch! Jeder Cent und jede helfende Hand hilft!