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Loki

„Unser Loki. Unser kleiner Herzensbrecher. Unser Gute-Laune-Hund."

Geschichte unserer Fellnase

Manche Hunde kommen nicht geplant ins Leben – sondern genau dann, wenn man sie am meisten braucht. So war es bei Loki.

Seine Geschichte begann alles andere als leicht. Obwohl er eigentlich einen Besitzer hatte, lebte Loki verwahrlost auf der Straße. Als er schließlich in die Obhut von Suncica kam, war er zunächst skeptisch, vorsichtig und nicht bereit, sich anfassen zu lassen. Vertrauen musste er erst wieder lernen. Doch Schritt für Schritt zeigte sich, was für ein besonderer Hund in ihm steckt: charmant, liebevoll, witzig – und mit einem ganz eigenen kleinen Terrierkopf.

Dass Loki damals auf eine Pflegestelle ausreisen durfte, war sein großes Glück. Denn dadurch entging er dem Brand im Tierheim – ein Schicksal, das ihm vermutlich das Leben gerettet hat. Nach seiner Ausreise durfte Loki anschließend bei Henriette zuhause ankommen. Bei ihr war Loki ein echter Gute-Laune-Hund – liebevoll auch „Loki Löckchen“ genannt.

Und dann kam der Moment, in dem sich sein Leben noch einmal komplett verändern sollte.

Zu seiner Familie kam Loki nämlich, wie so oft, völlig unerwartet – und ganz anders als geplant. Zu dieser Zeit war die Familie eigentlich überhaupt nicht bereit für einen neuen Hund. Der Verlust ihres Frenchies Ivo und von Marvins Mutter lag noch schwer auf ihnen. Die Trauer war groß, und der Gedanke, noch einmal jemand Neuem das Herz zu öffnen, schien eigentlich unmöglich.

Doch manchmal entscheidet das Leben anders.

Beim Scrollen durch Facebook fiel Lokis Bild ins Auge – Henriettes neuer Pflegehund. Ganz nebenbei wurde das Foto gezeigt, eher ohne Hintergedanken. Umso überraschender war die Reaktion: „Oh, ist der süß. Den will ich kennenlernen.“ Und das, obwohl vorher eigentlich ganz klar war, dass kein weiterer Hund einziehen sollte.

Also wurde Henriette geschrieben und ein Treffen vereinbart.

Am Treffpunkt angekommen, kam Henriette mit Loki im Bus angefahren – und schon beim ersten Anblick war da dieses Gefühl: Oh Gott, ist der süß. Beim gemeinsamen Spaziergang war es dann um alle geschehen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Loki unterbrach den Spaziergang immer wieder, um sich seine Krauleinheiten abzuholen, und machte es damit vollkommen unmöglich, sich nicht in ihn zu verlieben. Sehr schnell war klar: Loki gehört zu ihnen.

Er kam vielleicht nicht zu dem Zeitpunkt, den man sich ausgesucht hätte – aber genau zu dem Zeitpunkt, an dem er gebraucht wurde. Loki brachte Lebensfreude zurück, wo vorher Trauer und Leere gewesen waren. Er schaffte es, mit seiner Art wieder Licht in eine schwere Zeit zu bringen.

Natürlich verlief der Start nicht ganz ohne Loki-typische Eigenheiten. Erst einmal wurde die Wohnung markiert – und sicherheitshalber auch noch sämtliche Wohnungen im Freundeskreis. Man kann ja nie wissen. Danach war er dann aber zum Glück schnell stubenrein. Hailey tolerierte ihn erstaunlich schnell, was schon fast an ein Wunder grenzte. Dori dagegen fand ihn zunächst ziemlich doof. Sie war Ivo unglaublich eng verbunden und vielleicht einfach selbst noch nicht bereit für jemand Neues. Doch auch das brauchte einfach Zeit.

Inzwischen ist ein Jahr vergangen – und heute lieben sich Dori und Loki. Gerade weil Dori eher introvertiert ist und mit ihren 14 Jahren nicht mehr jeden an sich heranlässt, ist diese Entwicklung etwas ganz Besonderes und macht einfach nur glücklich.

Loki ist außerdem der erste Terrier in seiner Familie – und damit auch ein kleines Abenteuer für sich. Nach einem Herdenschutzhund, einem Labrador, einem Pinscher, einem Chihuahua-Mix und einem Frenchie hätte man eigentlich denken können, dass einen hundetechnisch nichts mehr überrascht. Tja – Loki hatte da offenbar andere Pläne. Er hat gezeigt, dass Terrier nochmal ihre ganz eigene Kategorie sind.

Mittlerweile ist aus dem kleinen Straßenhund ein super erzogener Familienhund geworden – allerdings einer, der seine Macken behalten durfte. Und das ist auch gut so. Denn Loki darf Hund sein. Er hört so gut, wie es für das Zusammenleben wichtig ist, aber eben auch nicht mehr – und genau das ist völlig okay. Andere Hunde außerhalb seines Rudels findet er nach wie vor ziemlich überflüssig, aber auch das gehört eben zu ihm.

Heute ist Loki vor allem eines: ein kleiner Prinz. Verwöhnt, geliebt und mittendrin. Einer, der seine Familie genau im richtigen Moment gefunden hat – und der ihnen im Gegenzug mindestens genauso viel zurückgegeben hat, wie sie ihm.

Aus dem misstrauischen, verwahrlosten Hund von damals ist ein geliebtes Familienmitglied geworden. Einer, der Schicksalsschläge überstanden, Vertrauen neu gelernt und schließlich sein Für-immer-Zuhause gefunden hat.

Und genau so soll seine Geschichte weitererzählt werden:
Nicht als Geschichte von Verlust und schwerem Anfang, sondern als Geschichte von Rettung, Liebe, zweiter Chance und ganz viel Lebensfreude.

Vor der Vermittlung
Glückliche Neuanfänge
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